Jahrbuch: Das Achtzehnte Jahrhundert und Österreich.

v2351uin.indd

29/2014
Innsbruck 1765
Prunkvolle Hochzeit, fröhliche Feste, tragischer Ausklang / Noces fastueuses, fêtes joyeuses, fin tragique / Magnificent wedding, joyous feasts, dramatic end

Herausgeber: Renate Zedinger

mit Beiträgen von: Beatrix Bastl, Walther Brauneis, Joachim Bürgschwentner, Thierry Franz, Monika Frenzel, Elisabeth Garms-Cornides, Christoph Gnant, Eva Gregorovicová, Lieselotte Hanzl-Wachter, Ingrid Haslinger, J.P. Lavandier, Anna Mur Raurell, Alain Petiot, Roberto Santamaria, Werner Telesko, Ferenc Tóth, Evelyne Webernig, Peter Wiesflecker, Renate Zedinger und einem Geleitwort von Markus Salvator von Habsburg-Lothringen

Aus dem Inhalt:
Innsbruck stand im Sommer 1765 im Mittelpunkt des europäischen Interesses. Ab dem 5. August prägten zahlreiche Feste um die Hochzeit des Erzherzogs Leopold und der spanischen Infantin Maria Luisa das Geschehen in der Stadt bis der plötzliche Tod des Kaisers Franz I. Stephan, Herzog von Lothringen und Großherzog der Toskana, am 18. August die Festlichkeiten überschattete. Anlässlich des 250. Jahrestages ist das aktuelle Jahrbuch der Österreichischen Gesellschaft zur Erforschung des 18. Jahrhunderts den Ereignissen in Innsbruck sowie deren Vorgeschichte und Nachwirken gewidmet. 

Ein erster Schwerpunkt des Bandes thematisiert den Aufstieg des Hauses Lothringen und die besondere Beziehung, die die Herzöge von Lothringen mit Innsbruck verband. Der siegreiche Feldherr Karl V. von Lothringen hatte an der Seite der Erzherzogin Elonore als Statthalter in Tirol gelebt. Sein Sohn und Erbe Leopold ist in Innsbruck geboren worden und auch das letzte Treffen Franz Stephans mit seiner Mutter Elisabeth-Charlotte d’Orléans fand dort statt. 
Die Vorbereitungen und logistischen Herausforderungen einer europäischen Hochzeit werden unter Treffpunkt Innsbruck: Sommer 1765 genauer betrachtet. Neben der umfangreichen Korrespondenz der Kaiserin mit dem Statthalter Graf Enzensberg werden unter diesem zweiten Schwerpunkt Reiseberichte ausgewertet und so ein eindrucksvolles Bild vom Reisen im 18. Jahrhundert nachgezeichnet, wie etwa von der beschwerlichen Anreise der Braut aus Spanien oder des Wiener Hofes durch die Steiermark und Kärnten. 
Der dritte Schwerpunkt des Bandes bezieht sich schließlich auf die schicksalhaften Ereignisse der Hochzeitsfeiern mit tödlichem Ende. Im Vordergrund stehen dabei sowohl die Feierlichkeiten und der Tod Franz Stephans als auch das Brautpaar Erzherzog Leopold und Infantin Maria Luisa selbst, deren reiche Nachkommenschaft die Nachfolge in den habsburgischen Ländern und im Reich garantierte. 
Der letzte thematische Schwerpunkt des Bandes untersucht das Nachwirken der Ereignisse – die Spuren ins Heute. Maria Theresia ließ die mittelalterliche Burg nach dem Tod des Ehemannes zur Verherrlichung der neuen Dynastie Habsburg-Lothringen in eine Gedenkstätte umwandeln, sodass in den Beiträgen etwa die Entwicklung und Umbauten der Hofburg, die Anlage des Hofgartens oder auch die Bildergalerien der Dynastie in Innsbruck genauer betrachtet werden. 
Die internationale und interdisziplinäre Orientierung der Jahrbücher spiegelt sich in deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Beiträgen aus den verschiedenen Gebieten der Geschichts-, Kultur- und Literaturwissenschaften wider. Zu sämtlichen Beiträgen liegen zudem englischsprachige Abstracts vor. Ergänzt wird der Band durch Rezensionen und Forschungsberichte sowie durch Gesellschaftsberichte und Personalia der Gesellschaft.

Inhaltsverzeichnis und Textauszüge siehe Verlagswebsite.

Format: 466 S., 15 x 23 cm, 82 s/w-Fotogr., 23 Farbfotogr.
Verlag: Dr. Winkler Verlag 
Kartonierte Ausgabe: ISBN 978-3-89911-235-1, € 81,55 
Ausgabe in Bibliotheksleinen: ISBN 978-3-89911-250-4, € 99,55
Bezug: Verlagswebsite

REZENSIONEN:sehepunkte 16 (2016), Nr. 9 [15.09.2016], URL:http://www.sehepunkte.de
/2016/09/27627.html

Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29