DigiDay in Graz am 8.1.2019

Lernen Sie digital arbeitende Forschungsprojekte zum langen 18. Jahrhundert kennen und kommen Sie bei einem Snack und einer Erfrischung ins Gespräch!

<wo> Zentrum für Informationsmodellierung an der Karl-Franzens-Universität Graz, Elisabethstraße 59/III <wo\>

<wann> am 8. Januar 2019, von ca. 17h bis ca. 20.30 <wann\>

<teilnehmende projekte>

Dialect Cultures-Datenbank. In zwei FWF-Projekten (2010-2016) unternahm unser interdisziplinäres Team (PD Dr. Christian Neuhuber, Mag. Stefanie Edler und Elisabeth Zehetner MA, Universität Graz, sowie DI Dr. Alexander Nussbaumer, TU Graz) den Versuch, die erstaunliche Vielfalt bairisch- österreichischer Dialektkunst vor 1800 wieder sichtbar zu machen. Als ‚work in progress’ wurden dabei zwei Datenbanken erstellt: In einer Arbeitsdatenbank sind bislang beinahe 1500 Werke in 2200 Varianten eingetragen, kommentiert, ediert oder als Digitalisat einsehbar. Diese Datensätze werden laufend in eine allgemein zugängliche Präsentationsdatenbank (http://gams.uni-graz.at/context:dic) eingepflegt, um sie einem interessierten Publikum zugänglich zu machen.

HGIS de las Indias: eine spatio-temporelle Dateninfrastruktur für das koloniale Spanischamerika, ein Modell für Vieles. Das Projekt (https://www.hgis-indias.net/) befasst sich mit der dynamischen Rekonstruktion der Verwaltungsgliederung und Siedlungen Spanischamerikas im 18. Jahrhundert und verfügt über Werkzeuge zur Integration weiterer Daten. Es wird vertreten durch Dr. Werner Stangl vom Institut für Geschichte. Er befasst sich in seiner Forschung mit kulturellen und wirtschaftlichen Verflechtungen in der Atlantischen Welt der Vormoderne.

Korrespondenzen, I: Joseph Freiherr von Hammer-Purgstall, präsentiert von Prof. Walter Höflechner. Er vertrat als Universitätsprofessor für Österreichische Geschichte während mehrerer Jahrzehnte das Fach Wissenschaftsgeschichte an der Universität Graz und bekleidete dabei zahlreiche universitäts- und wissenschaftspolitische Ämter im In- und Ausland. In Graz war er an der Errichtung des„Zentrums für Wissenschaftsgeschichte“ und des „Zentrums für Informationsmodellierung“ beteiligt. Einer seiner Forschungsschwerpunkte liegt in der (digitalen) Bearbeitung von wissenschaftlichen Korrespondenzen – Brücke, Boltzmann, Rollett, jetzt des Orientalisten und ersten Präsidenten der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Joseph von Hammer-Purgstall (1774–1856; https://gams.uni-graz.at/context:hp).

Korrespondenzen, II: Die gelehrte Korrespondenz der Brüder Pez, vertreten von PD Dr. Thomas Wallnig. Er leitet mehrere Forschungsprojekte an der Universität Wien, wo er für Geschichte der Neuzeit habilitiert ist. Er war Co-Chair der COST-Action „Reassembling the Republic of Letters“ und ist Obmann der Österreichischen Gesellschaft zur Erforschung des 18. Jahrhunderts. Seit mehr als einem Jahrzehnt befasst er sich mit der Edition der Pez-Korrespondenz sowie der digitalen Bearbeitung des Pez-Nachlasses (http://www.univie.ac.at/monastische_aufklaerung).

Realitätskonzepte: Realität und Wirklichkeit in der Moderne. Texte zu Literatur, Kunst, Film und Fotografie (Datenbank und analytische Anthologie; http://gams.uni-graz.at/context:reko). Das Projekt wird vertreten durch Prof. Susanne Knaller, Universitätsprofessorin für Romanistik und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Karl-Franzens-Universität Graz. Sie ist Gründerin und Sprecherin des Forschungs- und Lehrbereichs AVL. Seit 2013 fungiert sie als Leiterin des Zentrums für Kulturwissenschaften der Universität Graz. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Theorien zu Authentizität, Realitätskonzepte in der Moderne sowie Schreib- und Emotionsforschung.

<bei fragen kontaktieren sie bitte> thomas.wallnig@univie.ac.at und walter.scholger@uni-graz.at<wir hoffen, sie am 8.1. am ZIM begrüßen zu dürfen\>

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